Speisesalz - unverzichtbar oder gefährlich?

Dieser Text gibt den Inhalt eines Fernsehbeitrags im ARD Ratgeber Gesundheit vom 27.09.2007 wieder.


Salz besteht aus den Elementen Natrium und Chlor und das bleibt immer gleich – ob man Salz nun als kristallene Brocken, als feuchtes Meersalz oder als industriell hergestelltes Speisesalz verwendet. Salz fehlt in keiner Küche, doch ist es in den letzten Jahren in Verruf geraten: Nur mit schlechtem Gewissen greifen viele zum Salzfässchen, denn schließlich treibt Salz doch den Blutdruck in die Höhe, so die landläufige Meinung. Neuerdings geben die Blutdruckspezialisten jedoch Entwarnung: Neuere Studien haben gezeigt, dass nur etwa jeder vierte Mensch "salzsensibel" ist und mit einem erhöhten Blutdruck auf Salz reagiert. Einen einfachen Test, um festzustellen, ob man zu dieser Gruppe gehört, gibt es jedoch nicht.

Die Ursachen für die Salzsensibilität werden noch erforscht, vermutlich ist sie genetisch bedingt. Sicher ist: Bei zahlreichen Menschen hat die Salzmenge in der Ernährung keinen Einfluss auf den Blutdruck. Wesentlich wichtigere Risikofaktoren sind Übergewicht, Stress, Rauchen, Diabetes, falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Dazu kommt: Vermutlich gibt es weit mehr gesundheitliche Probleme durch Salzmangel, als durch Salzüberschuss. Dies betrifft besonders ältere Menschen: Sie trinken oft von vorneherein zu wenig, bevorzugen dann Tee oder natriumarme Mineralwasser. Kommen dann noch Nebenwirkungen von Medikamenten dazu oder beispielsweise eine leichte Durchfallerkrankung, können die Salzwerte im Blut rasch absinken. Dann kann es zu einem bedrohlichen Kreislaufkollaps kommen.

Denn Salz ist wichtig für viele Körperfunktionen: Es ist lebenswichtig für die Leitfähigkeit der Nervenbahnen. Dadurch können Reize vom Gehirn, zum Beispiel an die Muskeln, weiter gegeben werden. Auch die Kontraktion der Muskeln funktioniert nicht ohne Salz. Auch alle Organe brauchen Salz, zum Beispiel der Magen. Dort reguliert Salz die Verdauung, denn es bildet einen Teil der Magensäure. Überschüssiges Salz wird über die Nieren wieder abgegeben.

Somit gilt: Menschen mit erhöhtem Blutdruck müssen nicht streng auf salzarme Ernährung achten. Am Tisch sollte jedoch (bis auf das Ei oder die Pellkartoffel) nicht nachgesalzen werden. Verliert man viel Salz, wie bei starkem Schwitzen oder Durchfall und Erbrechen, muss jedoch etwas Salz "nachgefüllt" werden. Der durchschnittliche tägliche Salzbedarf beträgt etwa 6 g. Das entspricht etwa einem Esslöffel. Wichtig ist: Nur etwa 20 Prozent der täglichen Salzmenge nimmt man durch den Gebrauch des eigenen Salzstreuers auf. Das meiste Salz ist schon "drin". So steckt fast die Hälfte der täglichen Salzration in Brot- und Backwaren, auch Fleisch- und Wurstwaren enthalten viel Salz.

Infotext: Susanne Faß
Stand der Information: 30.09.2007

Dieser Text gibt den Inhalt eines Fernsehbeitrags im ARD Ratgeber Gesundheit vom 27.09.2007 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.
Sendeanstalt und Sendedatum: rbb, Donnerstag, 27. September 2007
Link: http://www.rbb-online.de/_/ratgebergesundheit/beitrag_jsp/key=6478649.html  

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